Geist, Musik für die Seele ( = Freibier?)

Alles in Allem Tool oder A Perfect Circle (APC), der Gesang erinnert ein wenig an Disturbed, das Schlagzeug hat man bei System of a Down schon mal so gehört, die Gitarre erinnert an Dredg, genau wie der Bass, da gibts vielleicht auch noch eine Spur Red Hot Chilli Peppers.

Nagut, vielleicht hinkt der ein oder andere Vergleich, aber so ist das nun mal, wenn man Musik beschreiben soll. Ein Begriff wie Progressive Alternative Rock würde Geist [1] [2] noch weniger gerecht werden.

Es muss jetzt bereits fast 4 oder 5 Jahre her sein, dass ich Geist das erste Mal live gesehen habe. Vorher hatte ich die ersten selbst aufgenommenen Stücke vom Sänger (ein Komilitone an der FH BRS) ergattert. Mein erster Eindruck: erstaunlich ausgereift und innovativ, große Ähnlichkeit mit Tool, jedoch nicht ganz so “introvertiert” und mit deutschen Texten.

Doch live musste ich feststellen, dass ich Geist vollkommen unterschätzt hatte, dass was hier geboten wurde, hatte mehr Qualität und Intensität, als alles, was ich bis dahin von lokalen Bands gewohnt war. Eine ausgeglichene Besetzung, alle 4 erstklassige Musiker, soviel war schnell klar. Keine echte Schwachstelle, Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang ergänzen sich, ohne dass ein Teil den anderen dominiert oder überdeckt.

Seitdem muss ich die Band wohl mittlerweile 7 oder 8 Mal live gesehen haben, viele habe ich dabei schon für die Musik von Geist begeistern können. Bei den meisten gab wirklich der Live-Eindruck den Ausschlag, keiner hat es bis heute bereut, dass sie von mir zu einem der Konzerte geschleppt wurden.

Dass ich noch nie ein Freund der deutschen Top 20 war, ist kein großes Geheimnis, viele meiner Lieblingsbands kennen nur wenige Leute (hi alex, hi stoffi). Allerdings finde ich, dass diese Jungs es einfach verdient haben, ihren Traum zu verwirklichen, von der Musik leben zu können. Dafür kämpfen sie nun schon einige Jahre, fleißig durch Deutschlands Clubs tingelnd. Die ersten Stücke wurden selbst aufgenommen und abgemischt, von Hand gebrannt und dann für 3€ unter die Leute gebracht, danach wurde dann eine Miniauflage gepresst.

Die Kritiker, zumindest im Kölner Raum, haben ihnen ihr Talent stets attestiert. Beim deutschland weiten Local Heroes Contest ich glaube 2003 oder 2004 war erst im Halbfinale Schluss. Dementsprechend standen dann auch die ersten Pläne und Angebote für ein Studio-Album zum Gespräch, was sich dann allerdings solange verzögerte, bis die Band durch den Ausstieg ihres Gitarristen erst einmal zurückgeworfen wurde. Einen adäquaten Ersatz zu finden brauchte seine Zeit und dann durfte erstmal wieder von Vorne angefangen werden.

Für alle Zeit [3]

Nun endlich haben sie es geschafft, nach laaaaangem Warten gibt es bei Amazon und Konsorten das erste Studioalbum von Geist “Für alle Zeit” zu erstehen, heute Nachmittag hat’s mir der Postbote bereits zugestellt. Wer jetzt vielleicht Lust bekommen hat, kann sich ja auf der Seite geistreich.org ein paar Hörproben antun, oder auch auf der MySpace-Seite das erst kürzlich fertiggestellte Video zu “Wer wenn nicht ich” ansehen (da muss man erst ein wenig scrollen). Ungefiltert gibts auch Live-Auftritte bei Youtube. Für Insider-News gibts dann schlußendlich nochn Blog.

Und wenn Euch das dann gefällt oder ihr einfach mal was ausprobieren wollt, dann habt ihr die Chance Geist am Freitag live zu sehen:
Freitag, 13.4.2007, Underground Köln – Releaseparty “Für alle Zeit”, Eintritt 6€
Wer mich dort abends findet und mit dem Kennwort “work in progress… Stillstand gibts nicht” begrüßt, kriegt von mir ein Bier ausgegeben!, schließlich habe ich am Samstag Geburtstag – Motivation muss sein ;-)

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